Blogparade: Hilfe, mein Prof blogt!

Ich bin zwar kein Prof, aber Universitätsmitarbeiter (Lehrkraft für besondere Aufgaben), deshalb fühle ich mich durch den Aufruf zur Blogparade auch angesprochen, zu antworten. Vor allem auch, weil ich damit Gelegenheit habe, selbst über die Frage nachzudenken, warum ich blogge (aus verschiedenen Gründen nicht sehr regelmäßig – leider).

Ich denke, ich blogge vor allem, um zu lernen, wie ein Teil des Web 2.0 funktioniert. Das will ich lernen zum einen aus Interesse an der Sache und zum anderen, weil ich zwei Seminare zum Thema „Neue Medien und Fremdsprachenlernen/Lehren“ anbiete. Man kann – das habe ich mehrfach bei anderen gelesen – Web 2.0 und den Umgang damit nicht theoretisch lernen, man muss es machen. Das war der Grund, warum ich angefangen habe, im April 2012 zu bloggen. Inzwischen ist in einem der Seminare auch ein Blog von zwei Studentinnen entstanden: „Ein Blog für Studenten aus Trento die das Doppel-Master-Programm/ Programma Doppia Laurea in Dresden absolvieren“ –  Ob die beiden ohne mein Seminar bloggen würden, weiß ich nicht …

Für meine Lehre nutze ich den Blog allerdings nicht, dafür gibt es an meiner Uni die Plattform OPAL  (vgl. https://bildungsportal.sachsen.de/opal/dmz/), deshalb werden ihn Studierende kaum lesen.

Wer bloggt, sollte etwas zu sagen haben. Ich habe zunächst damit angefangen, meine alten hochschuldidaktischen Projekte zusammenzustellen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie auch heute noch vielleicht nicht ganz uninteressant sind. Ob sie andere interessant finden, weiß nicht, aber ich habe sie mal ein einer Stelle für mich zusammengestellt. Außerdem versuche ich Fundstücke zu kommentieren und eigene Vorstellungen zu „anderem Lehren“ aufzuschreiben, um selbst darüber nachzudenken und vielleicht auch Kommentare von anderen dazu zu erhalten. Schreiben als Selbstreflexion und Austausch darüber, darum blogge ich sicher auch.

Wer etwas zu sagen haben will, muss auch Zeit und Muße zum Nachdenken haben. Die fehlt mir leider oft als Lehrkraft mit 24 SWS Stundendeputat. Deshalb ist dies auch der erste Eintrag in 2013. Ich hoffe, er wird nicht der letzte in diesem Jahr sein.

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Über uzeuner

Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden
Dieser Beitrag wurde unter Projekte Hochschuldidaktik seit 1998 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Blogparade: Hilfe, mein Prof blogt!

  1. Andrea Lißner schreibt:

    Vielleicht konnten wir Ihre Aktivität auf dem Blog wieder anstoßen, dann hatte es doch schon etwas Gutes.
    Unser Projekt ist übrigens im Katalog des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen als anerkanntes Modul. Vielleicht lassen sich Synergien herstellen?
    Zum Zeitaufwand: Wer bloggt, sollte was zu sagen haben, wer etwas zu sagen haben will, sollte erstmal Zeit zum Lesen haben. Etwas, was sich groteskerweise schlecht mit dem Arbeitsalltag eines wissenschaftlichen Mitarbeiters vereinbaren lässt – traurig, aber wahr.

    • uzeuner schreibt:

      @Andrea Lißner: Danke für Ihren Kommentar. Zum Zeitaufwand – Zeit ist das eine. Manchmal hat man Zeit, aber die Muße fehlt. Im etymologischen Wörterbuch (Akademie Verlag-Berlin 1989) heißt es auf Seite 1142: „Muße … gehört etymologisch zum Modalverb müssen (s.d.) und bezeichnet eigentl. einen ‚Zustand, der einem die Möglichkeit bietet, etw. zu tun‘. …“ In einen solchen Zustand kommt man leider immer seltener in einer Zeit, in der es vor allem um Turbostudium und Kreditpunkte geht. Vielleicht sollte man das Wort „Muße“ und seine Bedeutsamkeit wiederentdecken.

      Über mögliche Synergien werde ich nachdenken.

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