[UPDATE]Fortsetzung: Vorlesung – Lehren 2012?

29.07.2012: Das Material zum Thema Landeskunde ist nun relativ vollständig – bis auf die Videos, die ich in den nächsten Tagen aufnehmen will – hier zu finden: http://wwwpub.zih.tu-dresden.de/~uzeuner/Versuch_EK_Neu/index.html

Änderungen zum ersten Entwurf:

  • Die Seiten sind nun nun HTML5, so dass sich die Videos besser einbetten lassen. Für Browser, die das Videoformat (Webm) und HTML5 noch nicht können, stelle ich alternativ Audiodateien (mp3) zur Verfügung. Evtl. werde ich auch noch alternative Videoformate einbinden, das muss ich aber erstmal ausprobieren.
  • Die Aufgaben und Beispiele sind überarbeitet mit dem Ziel, die Verarbeitungstiefe der Inhalte zu erhöhen. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob dieses Ziel so erreichbar ist. Sicher müsste nach einer ersten Erprobung weiter daran gearbeitet werden.

Diese Aufgaben, die bei der Erarbeitung des Themas durch die Studierenden vorbereitet werden sollen, wären dann Grundlage der Arbeit im Plenum. Das heißt:  die Studierenden sollten ihre Lösungsvorschläge vorstellen und u.U. diskutieren, meine Aufgabe wäre Gesprächsleitung, Ergänzung, Richtigstellung, Erklärung. In wie weit das geht in einem Plenum mit 150 Studierenden wäre auszuprobieren, wobei sicher nach einiger Zeit vor allem die kämen, die sich vorbereitet haben (also sicher nicht alle).

Die Klausur müsste dann aus einer Mischung von Wissensfragen und Anwendungsfragen bestehen, wobei sich letztere auf die im Plenum besprochenen Aufgaben beziehen müssten.

Im kommenden Wintersemester werde ich dieses Material ausprobieren (vielleicht noch ein zweites Thema, wenn ich es schaffe). Bei den anderen Themen, die noch traditionell „behandelt“ werden, plane ich Videoaufzeichnungen durch eine studentische Hilfskraft, die dann weiterbearbeitet werden.

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Über uzeuner

Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden
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6 Antworten zu [UPDATE]Fortsetzung: Vorlesung – Lehren 2012?

  1. H.Aehle schreibt:

    Eine Diskussion innerhalb einer Vorlesung hinkriegen, ist nicht unmöglich. Da erinnere ich mich gerne an die Einführungsvorlesung Soziologie an der LMU von Armin Nassehi: er las am Anfang der Stunde immer eine Geschichte von Herrn A. (und im Laufe des Semesters auch von Frau B.) vor, anhand dessen das Plenum, unter seiner Leitung, sich über ein bis vier soziologische Begriffe austauschte. Das ganze wurde 2008 in Buchform herausgegeben (Soziologie. Zehn einführende Vorlesungen. VS, Wiesbaden 2008 ISBN 978-3-531-15433-6, 2. Aufl. 2011.). In der Einleitung schreibt er: „Wofür ich den Studierenden immer wieder sehr dankbar bin, ist ihre Bereitschaft, in der Vorlesung – unter Zuhilfenahme der Geschichte um Herrn A – die Vorlesung zum Teil selbst zu halten, am tragbaren Mikrofon Interpretationen auszuprobieren und nachzufragen, wenn etwas unklar blieb, und das von bisweilen 800 Studierenden unterschiedlichster Fakultäten.“ (Seite 9, 1. Auflage.) Die Geschichten standen eine Woche vorher bereits im Netz zur Verfügung, sodass man sich zu Hause bereits über die Geschichte und den Begriffen Gedanken machen konnte. Somit kamen viele gut vorbereitet in die Vorlesung. Nassehi ist mit dem Mikrofon durch den Hörsaal gelaufen und hat willkürlich Leuten das Mikrofon in die Hand gedrückt und eine Antwort verlangt. Egal ob die Leute sich vorbereitet hatten oder nicht.
    Der Hörsaal war auch am Ende des Semesters noch überfüllt… Die Klausur bestand aus 10 Fragen, wovon man 5 selbst gewählte beantworten musste. Es wurden soziologische Theorien abgefragt, aber auch Erläuterungen soziologischer Begriffe anhand eines Beispiels.
    Vielleicht hilft Ihnen diese Erfahrung ja irgendwie?

  2. mehrals0815 schreibt:

    Ohne großes Didaktisches Knowhow oder Erfahrungen mit digitalen Lernmethoden fällt mir nur folgendes ein:
    Generell hätte ich richtig lust darauf, eine besuchte veranstaltung parallel oder ersetzend „im browser zu besuchen“. Meine eigene Motivation kennend würde es wahrscheinlich eher auf Zweiters hinaus laufen. Die Website ersetzte also meinen Vorlesungsbesuch. Genialer Vorteil: Am Semsterende kann ich zu wiederholung nicht nur meine eigenen Aufzeichnungen Studieren, sondern auch direkt wiederholt anhören, was der Professor dazu gesagt hat. Unfassbar hilfreich, wenn ich bedenke, wie sehr mir im moment Youtube-Videos bei der Klausurvorbereitung (bzw. vorher bei der Abiturvorbereitung) geholfen haben.
    Was mich im Moment aber noch abschreckt ist der noch prototypische Aufbau der Seite. Ein Gedanke dazu: Vielleicht muss, wie ein Hörsaal von Architekten entworfen werden muss und wie Classroommanagement eine entscheidende Rolle im Lehrbetrieb spielt, auch die Website „professionell“ aufgebaut werden. HTML5 bietet dafür eine hervorragende Plattform. Vielleicht ist ja eine Zusammensammenarbeit mit ner fähigen Studentischen Hilfskraft (vllt. sogar in Form einer Bachelorarbeit o.ä.) möglich?
    Zweitens muss ich gerade mit schrecken an die KommilitonInnen denken, denen ich eine Stunde lang erkläre, wie man eine Dropbox benutzt. Wahrscheinlich muss man für all die nicht netzaffinen Menschen dann in einer Tutorial-Vorlesung die Seite vorstellen / Hilfe durch Tutoren anbieten? Oder die Seite funktioniert so gut, dass das überflüssig ist 😉

    • uzeuner schreibt:

      Danke für Ihren Kommentar. Von mir angedacht war, dass die Veranstaltung im Hörsaal und parallel im Browser „besucht“ wird, um wirklich zu einer vertiefteren Verarbeitung zu kommen und nicht die „Festplatte für die Klausur“ zu füllen und dann schnell wieder zu vergessen. Also keinesfalls nur im Netz, das käme auch den weniger netzaffinen Menschen sicher zu Gute.

      Zur Gestaltung: Ganz sicher stimmt Ihre Kritik, ich bin nicht so gut in Webdesign, habe „Blue Griffon“ als Editor benutzt – aber nur die Grundfunktionen. Bis zu Style Sheets und ähnlichem bin ich noch nicht vorgedrungen … Mir ging es zunächst mal um die didaktische Umsetzung, weniger um die Gestaltung wobei Inhalt und Form schon zusammengehören. Ich habe – auch aus Zeitgründen – erstmal das genommen, was ich hatte (Folien usw.) und in eine neue Ordnung gebracht. Die Idee, eine fähige studentische Hilfskraft zu finden, ist gut, auch die Verbindung zu einer BA-Arbeit, werde darüber nachdenken. Alternativ könnte man das Ganze auch in OPAl einbinden, da ist die Gestaltung vorgegeben ….

      Zu den weniger netzaffinen Menschen: Ich denke, die müssen einfach lernen, damit umzugehen, ist eine Kulturtechnik und wenn Alte wie ich das lernen …. Ich denke, schwieriger ist die Umstellung auf „anders lernen“ – Inhalte selbst erarbeiten, darüber nachdenken, Ergebnisse des Nachdenkens im Plenum diskutieren. Wer bisher Lernen vor allem als Festplatte füllen erlebt hat, muss hier sicher umdenken.

  3. KatrinU schreibt:

    Vielen Dank fuer die Veroeffenltichung der interessanten Ansaetze. Ich habe die Diskussion bzw. Ihre Beispiele nicht komplett verfolgt, d.h. meine Frage wurde evtl schon an anderer Stelle beantwortet, aber ich stelle sie trotzdem mal: Gibt es Gruende, weshalb Sie sich fuer eine „traditionelle“ Webseite und gegen Moodle oder eine andere Lernplattform entschieden haben?

    • uzeuner schreibt:

      Danke für Ihre Frage. Normalerweise nutzen wir an der TU als Lernplattform OPAL (vgl. https://bildungsportal.sachsen.de/opal/dmz/) und ich habe auch alle meine Lehrveranstaltungen über OPAL organisiert. Ich denke, dass ich das Material, das ich dann im Semester nutzen werde, auch über OPAL einstelle (schon wegen der Möglichkeit, ein Diskussionsforum, Wiki oder ähnliches einzubinden). Das Beispiel, das ich hier als Webseite zusammengestellt habe, sollte zunächst erst mal zur Diskussion dienen, ob man das Thema überhaupt so aufbereiten kann und die Seminare in OPAL habe ich normalerweise nur für Studierende der TU freigeschaltet (obwohl man auch Material öffentlich machen kann). Deshalb die Webseite.

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