Fortsetzung: Vorlesung – Lehren 2012?

In der Diskussion zu meinem Text Vorlesung – Lehren 1380 und 1658 und 2012?  schrieb Alexander Lasch: „Das halte ich für eine der besten Varianten — kleinschrittige Aufgliederung und Methodenmix (Grundlagen / Video –> Anwendung / “flipped classroom” –> Komplexbeispiel / trad. Vorlesung) könnten der Schlüssel sein.“

Ich habe nun versucht, das ein wenig umzusetzen, der Versuch ist hier zu sehen: http://wwwpub.zih.tu-dresden.de/~uzeuner/Versuch_EK_Neu/index.html

Dazu folgende Bemerkungen:

  • Das Material ist ein erster Versuch und noch nicht fertig und auch nicht vollständig. Ich stelle es hier zur Diskussion so, wie es zur Zeit ist, über Rückmeldungen würde ich mich freuen.
  • Die Videoaufnahmen sind nicht sehr professionell, das Sprechen vor der Webcam muss ich wohl noch üben, im Hörsaal geht es besser 😉 Aber ich denke, wenn beim Nutzer der Eindruck entsteht, der Dozent sitzt mir gegenüber und erklärt mir das persönlich, ist das noch besser als eine Aufzeichnung der Vorlesung im Hörsaal.
  • Das Ganze ist auch ziemlich zeitaufwendig und ich werde wohl noch nicht den ganzen Einführungskurs auf einmal so aufbereiten können, sondern mit einzelnen Themen anfangen. Vielleicht ist die Umstellung bei den Studierenden dann auch nicht so groß.
  • Ich bin mir nicht sicher, ob das Material nicht zu kleinschrittig aufgebaut ist. Ich denke jedoch, die kleinen Schritte erhöhen zusammen mit den Aufgaben die Verarbeitungstiefe – beim Lernen mit Medien bleibt man ja gern an der Oberfläche.
  • Ich dachte mir die Aufgaben und Beispiele dann als Grundlage der Arbeit im Plenum/ in der Vorlesung zu nehmen. Das, was im Video erklärt wird, wird also NICHT noch mal aufgegriffen, dazu können aber natürlich Fragen gestellt werden und es wird gleich zu den Aufgaben und Beispielen diskutiert. Wer nicht vorbereitet ist, hat Pech und kommt nicht mit …
  • Zu technischen Problemen: Die beiden Videos, die bisher testweise fertig sind, werden von Firefox und Safari unter MacOS X geladen und abgespielt, Chrome stellt sie gar nicht dar. Unter anderen Betriebssystemen muss ich noch testen. Wenn die Videos soweit sind, dass ich sie einem größeren Publikum zumuten möchte, werde ich wahrscheinlich YouTube nutzen, um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen.
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Über uzeuner

Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden
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16 Antworten zu Fortsetzung: Vorlesung – Lehren 2012?

  1. Pingback: Vorlesung: Lehren 1380 und 1658 und 2012? | DaF-Blog

  2. Pingback: DaF-Blog: Lehren 1380 und 1658 und 2012? | Alexander Lasch

  3. Alexander Lasch schreibt:

    Guten Morgen! Haben Sie vielen Dank für die Anregungen! Die Aufteilungen finde ich keinesfalls zu kleinschrittig, sondern als Einheiten gerade richtig. Alternativ könnte man tatsächlich nach einem Begrüßungsvideo zur jeweiligen Sektion (das sich auch leicht aktualisieren ließe) erst einmal mit Podcasts beginnen, das würden Aufwand wegen der Videos dramatisch reduzieren.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit externen Rekordern gemacht, mit denen man eben nicht an den PC gebunden (und darauf fixiert) ist — ich nutze auf Android-Basis den Hi-Q MP3 Recorder (http://goo.gl/FQ3TL) und bin von dieser Lösung sehr angetan. Als Beispiel kann ich nur den Mitschnitt einer Vorlesung anbieten, die sich mit dem Podcasting beschäftigt (http://goo.gl/C46Js) — ab ca. 1:12:30 wird es spannend in Bezug auf das Einüben in die neuen Techniken 😉 Das Passwort zum Öffnen der Dateien sende ich Ihnen per Mail. Im Artikel ebenfalls verlinkt ist der Podcast von Studierenden zum Thema „Facebook“, Sie können auf dieses gelungene Beispiel sehr gern darauf zur Motivation von Studierenden verweisen!

    Wegen der technischen Probleme: Die Einbindung von Videos über den Source-Befehl und iframe interpretieren die meisten Browser als Download-Anweisung (so z.B. auch Firefox [ver. 13.0.1] auf Win7). Die einfache Integration von Videos wird erst mit HTML 5 möglich, vorher müssen diese mittels Java eingebettet werden. Um höchstmögliche Kompatibilität zu erreichen, empfehle ich daher tatsächlich, auf einen Dienst wie Youtube umzusteigen und die Videos mittels der Einbettungsmöglichkeiten des Dienstes zu integrieren. Das klappt auch in einem WP-Blog wunderbar! Für Vid- wie Podcasts würde sich weiter in jedem Fall eine Meldung bei http://www.podcast.de/ anbieten.

    Dann bleibt eigentlich nur noch die rechtliche Seite: Sie können Ihre Vidcasts bei YT oder anderen Diensten sowie alle anderen Inhalte der Website unter die CC Lizenz (http://de.creativecommons.org/) stellen — damit bleiben die Rechte bei Ihnen.

    • uzeuner schreibt:

      Vielen Dank für die vielen Hinweise und Anregungen. Ich hoffe, ich finde neben dem Alltagskram (Korrekturen usw.) noch ein wenig Zeit, um weiter an dem Material zu arbeiten. Mit Tonaufnahmen anstelle der Videos zu beginnen ist einen Versuch wert, der Aufwand ist sicherlich geringer und die Teile der Vorlesung, die noch traditionell laufen werden, könnte ich ja für alle Fälle von einer studentischen Hilfskraft aufnehmen lassen zur weiteren Verwendung.

      An eine Lizensierung hatte ich noch gar nicht gedacht, danke auch für diesen Hinweis, ich denke, die CC Lizenz schaue ich mir mal genauer an. Es geht mir ja eigentlich darum, dass jeder das Material nutzen darf, aber nicht verändern sollte.

      • Alexander Lasch schreibt:

        Dann ist CC genau die richtige Wahl. Die Lizenzen lassen sich auch jederzeit anpassen.

  4. Paul schreibt:

    Hallo Herr Dr. Zeuner,
    Videos werden nach HTML5 konvention mit

    eingebunden, dann klappt das auch in allen Browsern (bis auf IE) ganz nativ.

    • uzeuner schreibt:

      Danke für den Hinweis, ich werde es so schnell wie möglich umsetzen und die aktuellen Browser sollten das ja auch können (wer nutzt noch IE? ;-)).

      • Alexander Lasch schreibt:

        Der HTML5-Standard wird leider noch längst nicht von allen Browsern unterstützt (http://html5readiness.com/). Auch müssen diese auf dem aktuellen Stand gehalten werden, was bei Chrome und Firefox unter Windows mittlerweile kein Problem mehr darstellt.

        Bezüglich der Videostandards allerdings sieht die Lage nicht sehr erfreulich aus: Aus lizenzrechtlichen Gründen werden je nur bestimmte Formate durch einen Browser unterstützt (http://www.data-travelers.de/2012/03/13/html5-videos-erstellen-einbinden-einbetten-so-gehts.html). Entweder bindet man also unterschiedliche Formate ein (zu Lasten verfügbaren Webspaces, mit aufwendigeren Aktualisierungen etc.) oder weicht auf einen externen Dienst aus.

      • uzeuner schreibt:

        Danke für die Hinweise. Die Schwierigkeiten mit den Videostandards habe ich schon bemerkt beim Basteln an HTML5 – habe mit dem BlueGriffon-Editor unter MacOSX ein wenig gebastelt. Ähnlich sieht es wohl auch mit Audiostandards aus, da gibt es wohl auch aus lizenzrechtlichen Gründen Probleme mit mp3. Am einfachsten wird wohl doch die Nutzung eines externen Dienstes sein.

        Ich denke, ich werde jetzt erstmal ein oder zwei Themen aus dem Einführungskurs so aufbereiten, wie ich es angefangen habe und dann weiter über die technische Realisierung nachdenken …

      • Alexander Lasch schreibt:

        Browserverwendung: http://goo.gl/dU5P3

        An IE, Firefox und Chrome kommt man nicht vorbei, am ehesten sind noch die MacOSX-Browser zu vernachlässigen, wenn man rein nach der Statistik geht. Doch die lügt wie immer — Tablets und Smartphones auf Android-, iOS- und Windows-Basis dürften gerade für die „Vorlesung 2012“ interessant sein.

        Videosupport: http://goo.gl/MMC4p
        Audiosupport: http://goo.gl/XOVzG

        Mit MP3 und Ogg Vorbis ist man im Audiobereich auf der sicheren Seite, Videos muss man streng genommen in allen Standards anbieten: Ogg Theora, H.264 und VP8 (WebM).

        Wenn Sie nicht an MacOSX gebunden sind (ich hoffe nicht), kann ich „Free Studio“ (http://goo.gl/uhWJs) als Konvertierungssoftware absolut empfehlen.

      • uzeuner schreibt:

        Ja, den Schwierigkeiten und dem Aufwand mit den Videos geht man wohl tatsächlich am besten aus dem Weg, wenn man externe Anbieter nutzt und die Videos dann einbettet, das müsste dann auf den meisten Plattformen und Browsern laufen.

        Vielen Dank für den Tipp zu „Free Studio“ – ich habe noch ein Vista nebenher laufen für alle Fälle. Es gibt aber auch für MacOSX Videokonvertierungstools (z.B. http://itunes.apple.com/de/app/free-video-converter/id464195348?mt=12 oder http://www.mirovideoconverter.com/), bei Audio habe ich mich noch nicht schlau gemacht, gibt es aber sicher auch. Auch für Linux gibt es Programme zur Konvertierung (z.B. hier: http://wiki.ubuntuusers.de/Videodateien_umwandeln). Ich versuche mich privat möglichst nicht an eine Plattform zu binden …

      • Alexander Lasch schreibt:

        Mit „Free Studio“ erhalten Sie ein recht umfängliches Paket mit unterschiedlichen (Konvertierungs-)Tools, die das Leben im Web 2.0 ungemein erleichtern. Auf Vista sollte es problemlos laufen.

  5. pinocino schreibt:

    Na holla die Waldfee… das hätte ich mir mal vor einem Jahr gewünscht… Erstmal Hut ab für diesen Versuch. Sie haben meinen Respekt. Leider kann ich in dem ganzen Technikgefasel weiter oben nichts Produktives beitragen, außer dass ihre Videos unter Win7 mit Chrome heruntergeladen werden. Das dauert leider recht lang und verdirbt doch leicht die Freude. Sonst nur einen Tipp: Schmeißen Sie ihr Konzeptpapier in die Tonne. Zum einen sprechen Sie sowieso viel besser, wenn sie kein Konzept sehen und zum anderen schauen Sie dann nett in die Kamera!
    Weiter so!

    • uzeuner schreibt:

      Hallo, danke für Ihren Kommentar. Das „Technikgefasel“ ist schon wichtig, damit eben nicht die Videos erst heruntergeladen werden müssen. Streaming Video geht sicher für Laien wie mich am einfachsten über YouTube, aber soweit bin ich noch nicht; sind ja auch erst erste Entwürfe bis jetzt.
      Konzeptpapier habe ich nicht, ich spreche schon frei. Aber dafür brauche ich die Folien als Grundlage und die sind auf dem Bildschirm, deshalb schaue ich in die Kamera – das geht wahrscheinlich nicht anders. Ich will aber versuchen, die Vorlesung im Hörsaal von einer SHK filmen zu lassen, dann wirkt es sicher natürlicher. Habe dann halt „nur noch“ die Arbeit mit dem Schneiden.

      • pinocino schreibt:

        Natürlich ist der Technikkram wichtig, aber ich wollte ein Statement zu ihrer Vorlesungsmethode abgeben. Meine Frage dazu auch noch: Wie wird die Klausur (der Leistungsnachweis) gestaltet? Wenn es wieder nur darum geht, das ganze Faktewissen abzurufen, dann sind zwar die Videos toll, aber die Arbeit im Plenum ist weniger kreativ/frei. Was soll denn das Ziel der Arbeit im Plenum sein?
        Nichtsdestotrotz finde ich schon ihre ersten Entwürfe sehr gelungen und freue mich auf alles weitere.

      • uzeuner schreibt:

        Ihre Frage zur Klausur ist sehr berechtigt. Wenn ich die Methode ändere (also nicht nur Faktenwissen schütte), dann kann auch die Klausur nicht nur Faktenwissen abprüfen.

        Das Plenum müsste meiner Meinung nach die Verarbeitungstiefe des im Lernmaterial angebotenen Wissens erhöhen. Ich versuche das zum Beispiel dadurch zu erreichen, dass ich zu den Folien, wo das sinnvoll möglich ist, Aufgaben gebe, in denen das Wissen, das ich über die Videos und Folien anbiete, an konkreten Beispielen angewendet werden soll. Das wird vielleicht noch deutlicher, wenn ich die Weiterarbeit am Landeskundethema in den nächsten Tagen ins Netz stelle – allerdings noch ohne Videos. Ein paar Aufgaben sind aber auch jetzt schon enthalten.

        Diese Aufgaben will ich dann im Plenum besprechen/diskutieren – sie wären wichtigste Grundlage der Arbeit im Plenum – stelle ich mir so vor …. Das heißt auch: Falls niemand vorbereitet ist und niemand zu den Aufgaben seinen Lösungsvorschlag zur Diskussion stellen kann, fällt das Plenum aus.

        Nun zur Klausurfrage: Neben Faktenabprüfen (das wird es ganz sicher auch weiter geben müssen) müssten demzufolge in der Klausur auch Fragen (vielleicht die Häfte der Fragen) vorkommen, in denen eben genau die Fähigkeit überprüft wird, das Faktenwissen auf konkrete Beispiele zu beziehen. Also das überprüft wird, was im Plenum besprochen wurde (bzw. werden sollte).

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