Vorlesung: Lehren 1380 und 1658 und 2012?

Lehren 1380: Vorlesung in einer mittelalterlichen Universität des Henricus de Alemannia, Universität Bologna, um 1380 (Quelle: Wikipedia: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Laurentius_de_Voltolina_001.jpg&filetimestamp=2008102316575

Lehren Mittelalter

Lehren 1658: Aus dem Orbs pictus (Johann Amos Comenius, 1658). – Quelle: Johann Amos Comenius. Pädagogische Schriften. Übersetzt, mit Anmerkungen und des Comenius Biographie versehen von Dr. C.Th.Lion. Zweite, verbesserte Auflage, Langensalza 1883, S. 288 – 289.

Schule

Schule

Verblüffend ist, wie sich manche Lehrformen an Universitäten seit dem Mittelalter wenig  geändert haben, obwohl es heute doch schon andere Erkenntnisse als damals gibt, wie Menschen vermutlich lernen.  Schon 2001 habe ich in einem Text versucht zu begründen, dass traditionelle Vorlesungen durch andere, mediengestützte Lehrformen abgelöst werden sollten. Damals habe ich das mit den Ausbildungszielen im Magisterstudiengang DaF begründet (vgl. hier). Noch besser oder ergänzend kann man das mit aktuellen Auffassungen von Lernen begründen.  Im „Online-Lehrbuch Web 2.0“ (http://www.dadalos-d.org/web20/index.htm) sind die Unterschiede zwischen traditioneller und aktueller (konstruktivistischer) Auffassung von Lernen sehr knapp, aber gut verständlich gegenübergestellt (http://www.dadalos-d.org/web20/lernen_20.htm):

traditionelle vs. konstruktivistische Auffassung von Lernen

Zu überlegen ist allerdings, wie man Studierende, die in der traditionellen Auffassung von Lernen sozialisiert sind (vgl. oben „Die Schul“ aus dem Orbis pictus, heute natürlich ohne Züchtigung der Unfleißigen ;-), an selbstverantwortetes Lernen heranführen kann, denn das erfordert auch von den Studierenden (nicht nur vom Lehrenden) einen Rollenwechsel, der nicht so einfach zu bewältigen ist.

Vielleicht sind da auch einige Überlegungen aus dem Vortrag von „The 100,000-student classroom“ Peter Norvig hilfreich:

Diese Überlegungen betreffen einen reinen Onlinekurs. Ich versuche hier mal zusammenzufassen, was davon vielleicht auch für eine Mischung aus Onlinematerial und Präsensveranstaltung übertragbar wäre:

  • One and one tutoring works best –> Das könnte im Online-Material nachgebildet werden, indem z.B. wie bei Peter Norvig der Dozent Skizzen, Folien etc. auf Papier entwickelt und dabei erklärt – diese Entwicklung von Skizzen plus Erklärung wird gefilmt („als ob der Hörer mit einem klugen Freund zusammen in der Bar sitzt, der Dinge erklärt, die man vorher nicht gut verstanden hat“). Sicher geht das in geisteswissenschaftlichen Fächern nicht immer genau so, aber die Idee, dass sich im Online-Material dieses One-and-one-Tutoring abbilden könnte/sollte, finde ich sehr interessant.
  • Kurze 10-Minuten-Videos sind besser, als eine stundenlange Vorlesung aufzuzeichnen – möglichst kurz und interaktiv: kurze Abschnitte und dazu eine Frage (um es wie one-and-one-tutoring fühlen zu lassen) – wobei die Fragen überprüfen sollten, wie weit der Studierende den Inhalt verstanden hat.
  • Das heißt: Aufgaben sollten dabei unterstützen, die wesentlichen Ideen selbst zu finden!
  • Videos/Material nicht immer verfügbar, nur eine Woche lang. Am Ende der Woche müssen die Aufgaben gemacht sein.
  • Das heißt auch, dass Fragen im Diskussionsforum von Mitstudenten beantwortet werden können. –> Foren können dadurch durch die Studenten selbst organisiert/geführt werden. Sie sehen die Videos/bearbeiten das Material allein und diskutieren in Gruppen (Foren, Google Circles ….) –> Mitstudenten sind die besten Lehrer, denn sie wissen, was es heißt, nicht zu verstehen
  • Noch wichtiger als die Information durch das Material ist es, bei den Studierenden Motivation und Hartnäckigkeit (Determination) zu erreichen.

Zu diesem letzten Punkt (Motivation) werde ich bei Gelegenheit auch Überlegungen in den Blog stellen, der erscheint mir ganz wichtig. Besonders auch deshalb, weil die Studierenden mein Fach (DaF) nicht mehr als grundständigen Studiengang studieren, sondern im besten Fall als Vertiefungsrichtung in einem BA- oder MA-Studium Germanistik oder als Pflichtmodul in einem Lehramtsstudiengang. Da sieht man bei einigen ganz deutlich, dass sie sich fragen, warum sie nun auch noch das machen sollen und nicht wegen der Inhalte, sondern wegen der Punkte ihre Zeit absitzen …. Womit wir auch bei der Frage wären, in wie weit Studienordnungen, die Punktesammeln vorsehen, und Prüfungsleistungen wie zum Beispiel Referate selbstverantwortetes Lernen befördern können …

Update 18.07.2012:  Fortsetzung: Vorlesung – Lehren 2012? 

Advertisements

Über uzeuner

Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden
Dieser Beitrag wurde unter Gedanken zur Hochschuldidaktik abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Antworten zu Vorlesung: Lehren 1380 und 1658 und 2012?

  1. uzeuner schreibt:

    Kurze Zusammenfassung dieses Artikels und Kommentare dazu hier im Sprachpunkt von Alexander Lasch: http://alexanderlasch.wordpress.com/2012/07/08/daf-blog-lehren-1380-und-1658-und-2012/

  2. uzeuner schreibt:

    Zur Fortsetzung der Diskussion aus dem Sprachpunkt von Alexander Lasch (http://alexanderlasch.wordpress.com/2012/07/08/daf-blog-lehren-1380-und-1658-und-2012/):

    Noch zu Christian Spannagels umgedrehter Mathematikvorlesung (vgl. ausführlich dazu http://wiki.zum.de/Benutzer:Cspannagel/Die_umgedrehte_Mathematikvorlesung): Interessant finde ich, was er zu seinen Erwartungen an Studierende sagt: http://download.hrz.tu-darmstadt.de/media/HRZ/elc/OpenLearnWare/Fachforum_Elearning/Fachforum_Elearning_2012/Spannagel/Camtasia/03_spannagel.html, Abschnitt „Selbstverantwortliches Lernen“: In den ersten 5 Minuten der ersten Vorlesung wird den Studierenden gesagt, dass sie selbst verantwortlich dafür sind was sie tun und ob sie die Lernangebote nutzen oder nicht. Es ist die Verantwortung der Studierenden, sich die Inhalte beizubringen. Alles, was der Dozent anbietet, sind dafür Unterstützungsangebote, um am Ende die Klausur zu bestehen.

    Ich denke, diese Haltung ist sehr gut und man sollte sie übernehmen. Nicht vorher fragen, wer möchte, sondern von vornherein selbstverantwortliches Lernen von allen fordern. Manche (viele?) können das schon und tun es auch und die anderen werden es lernen (müssen), indem sie es tun …

  3. Alexander Lasch schreibt:

    Prinzipiell ist das kein schlechter Ansatz — in einem „SchülerWIKI“ zum Thema „flipped classroom“ sind einige Probleme (nebst Lösungsvorschlägen) der Methode ausgeführt, die nicht von der Hand zu weisen sind. Bezugspunkt sind allerdings Lehrvideos zur Vorbereitung der einzelnen Stunden/Sitzungen: http://wiki.zum.de/Flipped_Classroom#Nachteile

    Welche Themen für einen „flipped classroom“ schweben Ihnen denn vor?

    • Ulrich Zeuner schreibt:

      Danke für den Link. Einige der dort genannten Probleme sind tatsächlich bedenkenswert, aber sicher lösbar:
      „Ein Schüler kann nicht unmittelbar nachfragen, wenn er eine Frage hat“ –> Dazu könnte man ein Seminarforum nutzen, in dem zeitnah auch andere Studierende antworten könnten – nicht nur der Lehrende. Peerteaching.
      „Nicht jeder macht seine Hausaufgaben“ –> Ok, möglich – siehe „Selbstverantwortetes Lernen“. Bei Studierenden mache ich Lernangebote, wenn sie die nicht nutzen, ist es ihr Problem.
      „Computer oder andere Geräte müssen bei den Schülern vorhanden sein“ –> Kann man im Studium voraussetzen, glaube ich.
      „Es handelt sich um eine Medialisierung des „ungeliebten Frontalunterrichts“ bzw. ein „Revival des Deduktiven“. –> Das ist nicht von der Hand zu weisen. Allerdings hätte ich dann in der Zeit, in der der Frontalunterricht stattfinden würde, die Chance, in Kommunkation mit den Studierenden zu kommen bzw. die Kommunikation zwischen ihnen zu organisieren.
      „Es sind keine kritischen Positionen zu einem Thema ergänzbar. Es erfolgt nur der „Input“ von einer Person.“ –> Forum? Offline-Sitzung?
      „Lehrer zeigt sich so besonders der Öffentlichkeit und könnte befürchten in Konkurrenz mit anderen zu geraten.“ –.> Das kann sicher die Befürchtung vieler sein. Mit etwas Selbstbewusstsein im Rücken kann Konkurrenz aber auch belebend sein 🙂
      „Schüler, die einen Film nicht geguckt haben, könnten den Unterricht stören.“ –>
      Studierende, die stören, fordere ich gern mal auf, ihr Gespräch in der Cafeteria fortzusetzen, das hilft meistens 🙂

      Zu den Themen bin ich mir noch nicht sicher. Ich überlege noch, ob ich meinen Einführungskurs DaF im Wintersemester aufzeichnen lasse (falls wir eine studentische Hilfskraft dafür bekommen), die Aufzeichungen dann bearbeite und das Ganze dann im kommenden Sommersemester mal versuche. Themen wären dann z.B. Spracherwerbsforschung (Lerntheorien und Spracherwerbshypothesen), Überblick über Methoden des Fremdsprachenunterrichts, Fertigkeiten, Arbeit mit Fehlern, Lehrwerke und Medien im Fremdsprachenunterricht, Interkulturelle Sprachdidaktik, Landeskunde als Kulturwissenschaft).

      Das Problem bei diesen Themen ist, dass ich nicht einfach Übungen in den Präsenssitzungen machen kann, wie das bei der Mathematikvorlesung von Christian Spannagel offenbar funktioniert. Ich müsste also wahrscheinlich versuchen, die Vorlesungsvideos mit Aufgaben zu versehen, die den Studierenden helfen, die Kernpunkte selbst zu finden. In der Präsenssitzung könnte man dann diese Kernpunkte anhand von Beispielen zu diskutieren versuchen (z.B.: Erkennen verschiedener methodischer Ansätze an Lehrwerkbeispielen oder Fehler anhand von Spracherwerbshypothesen erklären oder Konzepte von Landeskunde und Kulturdefinitionen zuordnen …)

      Das alles ist also noch in der Phase der gedanklichen Vorbereitung, wozu mir diese Diskussion wirklich sehr hilfreich ist.

      • Alexander Lasch schreibt:

        Das war mein Fehler 😉 Den Link hatten Sie bereits gepostet, nur hatte ich noch ein Detail herausgegriffen.

        Wegen der Einführung: Komplexe Themen (Soziolinguistik, Diskurslinguistik, Spracherwerbsforschung, interkulturelle Kommunikation etc.) sind wahrscheinlich eher schlechter geeignet für die Umsetzung. Kleinere, kompakte methodische Einheiten (Sprechakt-, Gesprächs-, Textanalyse etc.) dürften sich da m.M.n. wohl besser eignen: In einem Video könnte man bspw. die Grundlagen vermitteln und dann einen konkreten Übungsfall (der allerdings nicht als Aufgabe in der Vorstellung des Themas im Video platziert sein sollte!) in der Präsentationssitzung besprechen.

      • uzeuner schreibt:

        Ja, das fürchte ich auch für die doch ziemlich komplexen Themen aus dem Einführungskurs. Ich werde mir überlegen müssen, wie ich sie evtl. in kleinere kompaktere Einheiten gliedern kann, zu denen man dann Fragen/Aufgaben geben kann bzw. diskutieren kann. Ich bin mir noch nicht sicher, wie und ob das geht, bevor ich es nicht probiert habe.

      • Alexander Lasch schreibt:

        Das halte ich für eine der besten Varianten — kleinschrittige Aufgliederung und Methodenmix (Grundlagen / Video –> Anwendung / „flipped classroom“ –> Komplexbeispiel / trad. Vorlesung) könnten der Schlüssel sein.

  4. pinocino schreibt:

    Studieren mit neuen Medien hin oder her – das „Problem“ sollte an der Wurzel gepackt werden und das ist meiner Meinung nach das selbstverantwortliche Lernen! Dieses sollten die Lerner nicht erst in der Uni erfahren sondern schon von Klein auf. Einige Grundschulen/Lehrer dieser Schulform versuchen sich an offenem Unterricht, Werkstattarbeit o.ä., um den Kindern diese Selbstverantwortung bei zu bringen, aber es sollten mehr werden und es sollte sich dann auch in den weiterführenden Schulen durchsetzen… Wenn das gegeben wäre, dann würde kein Dozent oder Prof mehr auf seiner Kanzel stehen und Vorträge halten. Weil er sich einfach nicht mehr damit beschäftigen müsste, WIE er ein selbstverantwortlichen Lernen seinen Studierenden beibringt, sondern weil diese es fordern!

    • uzeuner schreibt:

      Hallo Pinocino,
      danke für Ihren Kommentar. Sie haben völlig recht, dass das selbstverantwortete Lernen von Klein auf erfahren werden sollte. Ich weiß auch, dass das an einigen Grundschulen passiert, ob an vielen oder allen, kann ich nicht einschätzen. Ich habe aber den Eindruck, dass das dann an weiterführenden Schulformen weniger eine Rolle spielt, da geht es dann zum Beispiel wohl eher darum, Punkte für ein möglichst gutes Abitur zu sammeln (vielleicht sehe ich das auch falsch, ich habe mein Abitur vor 40 Jahren in einer anderen Schulform gemacht).

      Die Erfahrung, die ich mit den meisten Studierenden gemacht habe, bestätigt mir diesen Eindruck. Bisher hat noch niemand selbstverantwortetes Lernen gefordert – und ich vermute, weil die prägende Lernerfahrung bisher die Instruktion durch die Lehrer war. Die prägende Lernerfahrung an der Uni ist ja auch Instruktion.

      Eine Ursache und ein Problem sehe ich darin, dass viele Lehrerinnen und Lehrer häufig nicht so unterrichten, wie es an der Uni studiert haben, sondern so, wie sie selbst als Schülerinnen und Schüler unterricht wurden. Vielleicht können Sie und Ihre jungen Kolleginnen und Kollegen ja diesen Teufelskreis durchbrechen – für Ihr Referendariat wünsche ich Ihnen auf jeden Fall gute Erfahrungen bei der Arbeit mit selbstverantwortlichem Lernen.

      Was neue Medien angeht – die eignen sich meiner Meinung nach sehr gut für selbstverantwortliches Lernen (und für das Lernen desselben), nicht nur im Studium, auch schon an Grundschulen. Ich vermute allerdings, dass die methodische Qualifikation der Lehrenden zur Arbeit mit neuen Medien in vielen Fachdidaktiken zu kurz kommt …

      • pinocino schreibt:

        und da haben wir die Krux an der Sache… macht ein Glied der Kette nicht mit, ist die ganze Kette für die Tonne! Ja, wir können nur hoffen, dass sich im Zuge des „Lehrerwandels“ auch etwas in den Schulen tut.
        Nicht so unterrichten, wie es in der Uni gelehrt wurde?! Natürlich wird so unterrichtet, wie es an der Uni gelehrt wird. So, wie man es vorgelebt bekommt, so gibt man es weiter. Der tollste Dozent kann den spitzentollsten Vortag über Wochenplanarbeit halten… am Ende war es ein Vortrag – Frontal. Wenn man diese Lernformen nicht selbst erlebt – mit eigenen Sinnen an sich selbst erfährt, dann ist es doch noch schwieriger Neue Methoden gegenüber eingefahrenen Eltern und vorallem gegen das noch engeschleiftere Kollegium zu vertreten. Was passiert denn bei selbstgesteuertem Lernen? Die Masse der Informationen wird geringer, davor haben viele Angst. Dass im Gegensatz dazu, die Qualität des Wissens zunimmt und evtl auch Interessen geweckt werden, eine andere Zufriedenheit der Schüler erreicht wird – dass sehen viele Verantwortliche (leider) nicht.
        Vielleicht kann da die TUD auch etwas munterer werden und die neuen Lehramtsstudierenden einbinden und ihnen zeigen, wie man selbstgesteuert Seminare führt, ohne das Prof. XY einem sagt, was richtig und falsch ist … Oft fehlt doch einfach „nur“ die Initiative und der Mut zu einem solchen Seminar. Vielleicht sollte man auch von der Bewertung weggehen, hin zu kreativerem. Sagen Sie mir doch mal – die wievielte Hausarbeit über interkulturelle Landeskunde haben Sie gelesen? Wofür? Dafür das irgendein Student eine Note bekommt und die Arbeit am Ende in einem Schrank vor sich hin liegt. Wäre ein Video, ein Plakat, eine Collage, ein Song, ein Gedicht, weiß der Geier was… nicht viel spannender, kreativer, SELBSTGESTEUERTER?
        Vielen Dank, für ihre Glückwünsche – ich habe mir viel vorgenommen, mal schauen, was am Ende davon bleibt… Oder wohin es sich entwickelt.

      • uzeuner schreibt:

        Hallo nochmal, sehr gut finde ich Ihren Satz „Wenn man diese Lernformen nicht selbst erlebt – mit eigenen Sinnen an sich selbst erfährt, dann ist es doch noch schwieriger Neue Methoden gegenüber eingefahrenen Eltern und vor allem gegen das noch engeschleiftere Kollegium zu vertreten.“. Genau das ist es: Selbstgesteuertes Lernen muss man tun, das kann man nicht theoretisch unterrichtet bekommen.
        Zu solch einem Seminar fehlt manchmal auch das didaktische Können. Ja – und der Mut, ein Video als Hausarbeit zu definieren, weil ja in der Prüfungsordnung „Hausarbeit“ steht. Und manchmal fehlt auch die Zeit bei 24 SWS Lehre …

  5. Pingback: Fortsetzung: Vorlesung – Lehren 2012? | DaF-Blog

  6. H.Aehle schreibt:

    @uzeuner: Die Prüfungsordnung sollte Sie nicht davon abhalten, ein Video als Hausarbeit zu verlangen. In der Prüfungsordnung des Bachelors Germanistik Sprachwissenschaft ist nicht definiert, was genau eine Hausarbeit ist. Für den entsprechenden Master ist es etwas komplizierter: als Prüfungsleistung für ein Seminar ist eine schriftliche Arbeit mit Umfang von maximal 25 Seiten festgelegt. Bei den Projektarbeiten gibt es da allerdings einen gewissen Spielraum:
    „§8 Projektarbeiten. (1) Durch Projektarbeiten wird in der Regel die Fähigkeit zur Teamarbeit und insbesondere zur Entwicklung, Umsetzung und Präsentation von Konzepten nachgewiesen. Hierbei soll der Studierende die Kompetenz nachweisen, an einer größeren Aufgabe Ziele definieren sowie interdisziplinäre Lösungsansätze und Konzepte erarbeiten zu können. […] (2) Der zeitliche Umfang der Projektarbeiten wird jeweils in den Modulbeschreibungen festgelegt und beträgt maximal fünf Wochen.“
    Es geht um den Aufwand der dahinter steckt – immerhin werden die Leistungspunkte nach Stunden berechnet. Wenn der Arbeitsaufwand stimmt (man kann ja Protokoll über die verrichtete Arbeit führen lassen und einen kleinen Bericht – max. 2 Seiten? – dazu verlangen), sollte ein Video kein Problem sein. Oder man lässt neben des Videos ein Konzeptpapier erstellen, schriftlich, welches das Video noch mal erläutert: warum wurde dieses und jenes gewählt, etc.

    • uzeuner schreibt:

      Vielen Dank für den Hinweis und die Ermutigung. Solche Arbeiten wie Videos oder Webseiten oder ähnliches als Prüfungsleistungen sind sicher für einen Einführungskurs nicht geeignet, weil da eine Klausur geschrieben werden muss. Aber für andere Seminare auf jeden Fall zu überlegen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s