Seminar „Landeskunde und Neue Medien“ (seit WS 2002)

Seit Wintersemester 2002 biete ich ein Seminar unter dem Titel „Landeskunde und Neue Medien“ an, das als Projektseminar konzipiert ist und ein Autorentool nutzt, dass von der Professur für die Psychologie des Lehrens & Lernens an der TU Dresden entwickelt wurde, den Studierplatz 2000.

In der Seminarbeschreibung heißt es: „In diesem Seminar soll folgendes Problem gelöst werden: Immer mehr Studierende aus dem Ausland kommen zu einem Teilstudium an die TU Dresden und erleben in den ersten Wochen ihres Teilstudiums aus folgenden Gründen eine Reihe von Schwierigkeiten:

  • Den Teilstudentinnen und Teilstudenten fehlen wichtige Informationen für die ersten Schritte in Dresden und
  • sie erleben Missverständnisse und Frustrationen, die ihre Ursache in kulturellen Unterschieden haben.

Um dieses Problem lösen zu helfen und diese Startschwiergkeiten in Dresden zu verringern, sollen im Hauptseminar Informations- und Lernmaterialien für das Internet geplant und realisiert werden, die von den Teilzeitstudierenden zur Vorbereitung Ihres Aufenthaltes in Dresden genutzt werden können. Dazu sind folgende Schritte notwendig:

  1. Vertiefung des Wissens zur interkulturellen Landeskunde und zum Einsatz neuer Medien im Fremdsprachenunterricht aus dem Grundstudium.
  2. Lernen, wie mediale Lernangebote konzipiert werden und erstellen eines Konzeptes für das eigene Informations- und Lernmaterial.
  3. Vertiefung der Problematik von Lernaufgaben als entscheidendem Element eines medialen Lernmaterials.
  4. Kennenlernen der Autorentools für die Herstellung des Informations- und Lernmaterial (Studierplatz 2000).
  5. Erstellen eines Informations- und Lernmaterials für Teilzeitstudierende an der TU Dresden zur Vorbereitung ihres Aufenthaltes in Dresden.“

In einem Aufsatz habe ich das Konzept dieses Seminars näher beschrieben und begründet: Zur Nutzung neuer Medien im Magisterstudium Deutsch als Fremdsprache (DaF) an der TU Dresden – Beispiel Hauptseminar Landeskunde und Neue Medien. – In: „Wo ein Herz spricht, da hört ein Herz“. Festschrift für Prof. Dr. Dagmar Blei. Hrsg.: Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der TU Dresden. Dresden 2004. Auch hier: http://goo.gl/2cDgS.

In diesem Aufsatz ziehe ich folgendes Fazit, das meiner Meinung nach auch heute noch aktuell ist :

„Unbestritten ist, dass die Vorbereitung und Betreuung einer handlungsorientierten Lernumgebung, für die auch moderne technische Medien wie Computer und Internet eingesetzt werden, einen mehrfachen Zeitaufwand gegenüber der Vorbereitung und Betreuung eines herkömmlichen Seminars erfordert. Wie wird dieser Aufwand für neue Lehr- und Lernformen bei der Anerkennung von Stundendeputaten des Lehrers berücksichtigt? Derzeit gar nicht – derzeit ist es sein Privatvergnügen, seine Freizeit dafür zu opfern.

  • Wie motiviert man sich also als Lehrer, neues auszuprobieren und nicht nur bei altem, scheinbar Bewährtem zu bleiben?
  • Wie lassen sich traditionelle und neue Lehrformen sinnvoll vernetzen?
  • Wie passen neue Lehr- und Lernformen in alte Strukturen des Studiums?
  • Wie lassen sie sich evaluieren? Die traditionelle Klausur ist hier sicher nicht die Lösung.

Es müssen noch eine Menge mehr solcher und ähnlicher Fragen gestellt und vor allem auch beantwortet werden, wenn Hochschulausbildung hier und heute zeitgemäßer werden und nicht den Anschluss an die Zukunft verpassen will. Derzeit sind es vor allem in geisteswissenschaftlichen Studiengängen häufig leider erst einzelne Lehrkräfte, die mit traditionellen Lehrformen unzufrieden geworden sind und neue Medien im Rahmen neuer Lehr- und Lernformen für anderes, selbstbestimmteres Lernen erproben und in die Lehre integrieren.“

Hier sind einige Projektergebnisse, die Studierende in diesem Seminar erstellt haben:

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Über uzeuner

Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden
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